Fieldtalk’s Gordon Setter

 

Wie alles begann: Vom Windhund über Cocker zum Gordon Setter

 

Seit ich denken kann, sind Hunde Teil meines Lebens. Schon als Kind konnte mich keiner halten, wenn ein Vierbeiner auftauchte. Sehr früh brachten mir meine Eltern und viele Hundebesitzer den Umgang mit Hunden bei, damit ja nichts passiert. Leider durfte ich selbst keinen eigenen Hund haben, so dass ich ein begehrter Gassi-Geher in unserer Umgebung wurde.

 

Als Jugendliche waren die Besuche auf dem Hundeplatz jeden Samstag das Highlight der Woche. Dort wurde mit den Windhunden gearbeitet. Es gehörte selbstverständlich dazu, dass die Rennbahn aufgebaut, die Rollen ausgelegt, der Startkasten zusammengebaut und die Hunde vor und nach  dem Trainingslauf betreut wurden. Schön war es mit anzusehen, wie die jungen Hunde sich entwickelten und zuzuhören, wie die Züchter von ihren Erlebnissen und Erfolgen auf Ausstellungen und Prüfungen berichteten.

 

Der Wunsch nach einem eigenen Hund war immer da und es sollte - nach viel Literatur und einem Bild bei meinem Tierarzt Dr. J. Essig in Sindelfingen  - ein Gordon Setter werden! Doch leider war diese Rasse meinen Eltern zu gross und so wurde es eine rote English-Cocker-Spaniel-Dame. Klar, dass es ein Mädchen sein musste, denn der Wunsch nach eigenen Welpen spukte ja schon von klein auf in meinem Kopf... Nein, mit ihr wurde nie gezüchtet, da die Zeit und der Platz fehlte.

 

Mit meiner Cocker-Hündin Anka besuchte ich 1973 die erste Hundeausstellung, wir bekamen die Bewertung “gut” und seitdem bin ich begeisterte Ausstellerin.

 

Es dauerte noch einige Jahre bis ich endlich meinen Wunsch nach einem Gordon Setter erfüllen konnte. 1984 kam Anatol’s Dori zu uns ins Haus und sie wurde die Stammmutter der Fieldtalk’s-Gordon-Setter. Eifrig lernten wir gemeinsam, denn unsere erste Jugendsuche (ein Muss für die Zuchttauglichkeit) sollte auch gemeistert werden. Die Arbeit mit dem Hund machte mir bereits damals einfach Spass und so ist es auch noch heute. Gemeinsam ein Team werden und Erfolge haben! Zum Erfolg gehört auch das Durchfallen bei einer Prüfung, denn nur so schätzt man das Bestehen. Wir arbeiten mit Tieren und keinen Maschinen.

 

1986 zogen wir nach USA und am 22. März 1989 ging ein Traum in Erfüllung. Fieldtalk’s-A-Wurf erblickte das Licht der Welt. Aus diesem Wurf behielten wir uns Fieldtalk’s Secret Admirer, genannt Blitz (er hatte einen kleinen dünnen weissen Strich auf der Brust, der aussah wie ein Blitz!)

 

Der Deckrüde Stilmeadows Pretty Boy Floyd kam aus dem alt eingesessenen und bekannten Zwinger “Stilmeadows” - Züchterin: Frau D. Gidday aus Michigan, USA. Sie wurde mein Mentor (selbst Zuchtrichterin) in Sachen Gordon Setter. Nie werde ich ihre Erklärungen über die Wichtigkeit zum Gebäude und Gangwerk dieser wunderschönen Hunde vergessen.

 

1996 starb unser Blitz im Alter von 7 Jahren ganz plötzlich. Seine Mutter - Dori - war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt und ich wollte nach ihr keinen Hund mehr! Der Schock sass zu tief.

 

Meine gute Freundin Virginia Kick (Gordon-Setter-Zucht “Royaldell”, USA) rüttelte mich wach und wollte nicht, dass all meine kynologischen Kenntnisse und Erfahrungen so einfach “weggeworfen” werden und ...

 

1999 wurde ich selbst Spezialzuchtrichterin für Pointer und Setter

 

Fortsetzung folgt ... über Flavia, Lulu